• MeshMonitor – Die ultimative Überwachung für Meshtastic-Netzwerke

    Ich euch möchte eine weiter coole Plattform vorstellen, die für alle Fans von dezentralen, off-grid-Netzwerken ein Game-Changer sein könnte: MeshMonitor.org. Diese webbasierte Schnittstelle ist speziell dafür entwickelt, Meshtastic-Netzwerke zu überwachen und zu managen. Meshtastic? Das sind open-source, low-power Mesh-Netzwerke, die ohne Internet funktionieren – perfekt für Outdoor-Abenteuer, Notfälle oder abgelegene Gebiete.

    Im Dresdener Bereich ist dies unter monitor.meshdresden.eu zu finden.

    Was ist MeshMonitor.org genau?

    MeshMonitor.org dient als zentrale Kontrollstelle für eure Meshtastic-Setup. Es visualisiert in Echtzeit, was in eurem Netzwerk vor sich geht: Von der Position der Knotenpunkte (Nodes) über den Signalstärke bis hin zur Netzwerkgesundheit. Alles läuft über eine intuitive Weboberfläche, die auf Desktop, Tablet oder Mobile funktioniert. Der Zweck? Euch zu helfen, eure Netzwerke effizient zu analysieren, Probleme frühzeitig zu erkennen und sogar Nachrichten zu verwalten – alles ohne komplizierte Software-Installationen.

    Die Highlights der Features

    Hier sind einige der coolsten Funktionen, die mich beeindruckt haben:

    • Interaktive Karte: Seht eure Nodes in Echtzeit auf einer Karte, inklusive Signalstärke (SNR) und Topologie. Perfekt, um zu checken, ob alles verbunden ist.
    • Analytics und Charts: Detaillierte Statistiken zu Nachrichten, Node-Health und Performance – mit Grafiken, die euch helfen, Trends zu erkennen.
    • Nachrichten-Management: Schaut euch Chat-Verläufe an, sendet Nachrichten und managt Kanäle. Es gibt sogar Push-Benachrichtigungen für neue Meldungen auf iOS, Android oder Desktop.
    • Sicherheit first: Erkennt schwache Verschlüsselungsschlüssel oder Duplikate. Authentifizierung via lokale Accounts oder SSO für den Enterprise-Einsatz.
    • Virtual Node Server: Ermöglicht mehreren Meshtastic-Apps, sich über einen Proxy zu verbinden – ideal für Teams.
    • Custom Maps und Themes: Ladet eigene Karten-Tiles hoch (für Offline-Nutzung) und wählt aus 15 Themes, inklusive farbenblindenfreundlicher und hochkontrast-Modi.
    • Solar-Integration: Kombiniert mit forecast.solar, um Solarproduktion neben Telemetrie-Daten zu visualisieren – super für off-grid-Setups.

    Und das Beste: Es ist flexibel deploybar! Ob per Docker Compose (in unter 60 Sekunden startklar), Kubernetes mit Helm-Charts oder direkt auf Bare Metal mit Node.js.

    Für wen ist das geeignet?

    Primär für Entwickler, Off-Grid-Enthusiasten und Unternehmen, die Meshtastic-Netzwerke betreiben. Wenn ihr in Bereichen wie Camping, Katastrophenschutz oder IoT-Projekten unterwegs seid, könnte das euer neues Lieblingstool werden. Es ist open-source (BSD-3-Clause-Lizenz), gehostet auf GitHub von Entwickler yeraze, und es gibt Community-Support via Discord oder Issues.

    Falls ihr neugierig seid, schaut euch die Seite an und probiert es aus. Habt ihr schon Erfahrungen mit Meshtastic oder MeshMonitor? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren! 🚀

  • PotatoMesh – Das dezentrale Dashboard für Meshtastic-Netzwerke

    Heute möchte ich euch PotatoMesh vorstellen, ein spannendes Open-Source-Projekt, das speziell für Meshtastic-Netzwerke entwickelt wurde. Wenn ihr euch für dezentrale Kommunikation, LoRa-Technologie oder Mesh-Netzwerke interessiert, ist das genau das Richtige für euch. Lasst uns eintauchen: Was ist PotatoMesh, wie funktioniert es und wo wird es angewendet?

    Im MeshDD-Bereich ist dies unter map.meshdresden.de zu finden.

    Was ist PotatoMesh?

    PotatoMesh ist ein federiertes Web-Dashboard, das auf Meshtastic basiert – einem beliebten Open-Source-Projekt für LoRa-basierte Mesh-Netzwerke. Es dient als zentrale Plattform, um Knoten (Nodes) in eurem lokalen Mesh-Netzwerk zu visualisieren und zu managen, ohne auf externe Dienste wie MQTT angewiesen zu sein. Stattdessen setzt es auf direkte, lokale LoRa-Kommunikation, was es ideal für community-basierte Setups macht.

    Das Projekt stammt aus dem GitHub-Repo von l5yth und ist als Ruby/Sinatra-Anwendung mit SQLite-Datenbank umgesetzt. Es speichert Daten lokal und ermöglicht eine einfache Einrichtung. Kein Cloud-Zwang, keine Abhängigkeit von großen Brokern – pure Dezentralität!

    Hier ein Beispiel, wie das Dashboard aussieht:

    Wichtige Features
    • Web-Interface mit Karte und Chat: Zeigt Nodes, deren Positionen, Nachbarn, Telemetrie-Daten und Nachrichten in Echtzeit an. Ihr könnt filtern, suchen und sogar Trace-Routes durchführen.
    • API für Integration: Ermöglicht das Hochladen (POST) und Abrufen (GET) von Daten, authentifiziert per Token.
    • Federation: PotatoMesh-Instanzen können sich automatisch vernetzen, Metadaten teilen und Peers entdecken – ähnlich wie im Fediverse (z.B. Mastodon).
    • Ingestors: Python-Skripte, die Daten von Meshtastic-Geräten (via Serial, TCP oder Bluetooth) sammeln und an das Dashboard senden.
    • Benachrichtigungen und Bridges: Alerts für neue Nodes, Logging in Chat und Integration mit Matrix für Nachrichten-Weiterleitung ohne Radio-Hardware.
    • Mobile App: Eine Leser-App, um Mesh-Nachrichten mobil zu betrachten.

    Das Ganze ist hochgradig konfigurierbar über Umgebungsvariablen, z.B. für Karten-Zentren oder Kanal-Einstellungen.

    Anwendungen von PotatoMesh

    PotatoMesh ist perfekt für Szenarien, in denen zuverlässige, offline-fähige Kommunikation gefragt ist. Hier einige praktische Einsatzbereiche:

    • Community-Mesh-Netzwerke: In Städten oder Regionen, wo Menschen Meshtastic-Geräte nutzen, um unabhängig von Internet oder Mobilfunk zu chatten. Beispielsweise gibt es eine Live-Map für das „Berlin Chaos Mesh“ auf potatomesh.net, die Nodes und Abdeckung in Echtzeit zeigt.
    • Notfall- und Krisenkommunikation: In Gebieten mit unzuverlässiger Infrastruktur (z.B. nach Naturkatastrophen) ermöglicht es die Koordination ohne zentrale Server.
    • Lokale Events oder Festivals: Für temporäre Netzwerke, um Teilnehmer zu verbinden, Positionsdaten zu teilen und Nachrichten auszutauschen.
    • Forschung und Testbeds: Frühere Versionen von PotatoMesh wurden als solarbetriebenes Wireless Sensor Network (WSN) Testbed genutzt, z.B. mit verschiedenen Node-Typen für Umweltüberwachung.
    • Erweiterung auf andere Tools: Durch die Matrix-Bridge könnt ihr Meshtastic-Nachrichten in bestehende Chat-Systeme integrieren, was es für remote Monitoring nützlich macht.
    Fazit

    PotatoMesh bringt Meshtastic auf das nächste Level: Einfach, dezentral und community-orientiert. Wenn ihr ein eigenes Mesh aufbaut, schaut euch das GitHub-Repo an und startet eure eigene Instanz. Es ist kostenlos, open-source und erfordert nur grundlegende Hardware. Habt ihr schon Erfahrungen mit Meshtastic? Teilt in den Kommentaren!

    Quellen: Basierend auf offiziellen Repos und Community-Beiträgen. Probiert es aus und bleibt connected! 🚀

  • Meshtastic – welche Rolle ist die Richtige für mich

    In Meshtastic (aktueller Stand Ende 2025, Version 2.5/2.6+) ist die Wahl der richtigen Rolle entscheidend für die Stabilität deines Netzwerks. Eine falsche Rolle kann zu Paketkollisionen führen und die Kapazität des gesamten Meshs unnötig belasten.

    Hier ist die Erläuterung der aktuellen Rollen und wann du sie einsetzt:

    Standard-Rollen (Empfohlen für 95 % der Nutzer)

    Diese Rollen sind für den täglichen Gebrauch optimiert und nutzen intelligente Verzögerungsmechanismen beim Weiterleiten, um den Funkverkehr nicht zu blockieren.

    RolleVerwendungDetails
    CLIENTStandard / AllrounderDas Gerät sendet, empfängt und leitet Pakete intelligent weiter. Ideal für Handgeräte oder mobile Knoten.
    CLIENT_MUTENur Empfang/SendenNimmt am Mesh teil, leitet aber keine Pakete weiter. Perfekt für Orte mit hoher Knotendichte oder wenn dein Gerät schlechten Empfang hat.
    CLIENT_BASEHeim-StationPriorisiert die Weiterleitung von Paketen deiner eigenen „Favoriten“-Knoten. Ideal für ein Gateway auf dem Dach, das dein schwächeres Handgerät im Haus unterstützt.

    In Meshtastic (aktueller Stand Ende 2025, Version 2.5/2.6+) ist die Wahl der richtigen Rolle entscheidend für die Stabilität deines Netzwerks. Eine falsche Rolle kann zu Paketkollisionen führen und die Kapazität des gesamten Meshs unnötig belasten.

    Hier ist die Erläuterung der aktuellen Rollen und wann du sie einsetzt:


    1. Standard-Rollen (Empfohlen für 95 % der Nutzer)

    Diese Rollen sind für den täglichen Gebrauch optimiert und nutzen intelligente Verzögerungsmechanismen beim Weiterleiten, um den Funkverkehr nicht zu blockieren.

    RolleVerwendungDetails
    CLIENTStandard / AllrounderDas Gerät sendet, empfängt und leitet Pakete intelligent weiter. Ideal für Handgeräte oder mobile Knoten.
    CLIENT_MUTENur Empfang/SendenNimmt am Mesh teil, leitet aber keine Pakete weiter. Perfekt für Orte mit hoher Knotendichte oder wenn dein Gerät schlechten Empfang hat.
    CLIENT_BASEHeim-StationPriorisiert die Weiterleitung von Paketen deiner eigenen „Favoriten“-Knoten. Ideal für ein Gateway auf dem Dach, das dein schwächeres Handgerät im Haus unterstützt.

    2. Infrastruktur-Rollen (Nur für Experten & strategische Orte)

    Diese Rollen verhalten sich aggressiver beim Weiterleiten. Sie sollten nur an Standorten mit exzellenter Sichtverbindung (Berge, hohe Masten) eingesetzt werden.

    • ROUTER: Ein dedizierter Knoten zur Netzwerkerweiterung. Er antwortet extrem schnell auf Anfragen. Er sollte immer an einer permanenten Stromquelle hängen.
    • REPEATER: Ähnlich wie der Router, aber er erscheint nicht in der Knotenliste der anderen Nutzer. Er arbeitet rein passiv im Hintergrund, um das Mesh zu erweitern, ohne Overhead durch Statusmeldungen zu erzeugen.
    • ROUTER_LATE (Neu seit v2.5): Diese Rolle ist eine „Absicherung“. Sie wartet länger als ein normaler Client. Wenn kein anderer Knoten das Paket weiterleitet, springt ROUTER_LATE ein. Ideal für Standorte, die nur als Backup dienen sollen.

    3. Spezial-Rollen
    • TRACKER: Optimiert für GPS-Tracking (z.B. im Auto oder am Rucksack). Er sendet Positionsdaten mit hoher Priorität und spart Energie, indem er das Funkmodul zwischen den Sendevorgängen effizienter verwaltet.
    • SENSOR: Minimale Rolle für Umwelt-Sensoren (Temperatur, Luftfeuchtigkeit). Das Gerät wacht kurz auf, sendet Daten und geht wieder in den Tiefschlaf.

    Zusammenfassung: Welche Rolle soll ich wählen?

    Goldene Regel: Nutze im Zweifelsfall immer CLIENT.

    1. Du hast ein Handgerät: Nutze CLIENT.
    2. Du bist in einer Stadt mit vielen Knoten: Nutze CLIENT_MUTE für dein Handy-Modul, um den „Airtime“-Verbrauch gering zu halten.
    3. Du baust einen Knoten auf dein Hausdach: Nutze CLIENT oder CLIENT_BASE.
    4. Du hast einen Mast auf einem Berg: Hier ist ROUTER oder REPEATER sinnvoll.
    Wichtiger Hinweis zu Firmware 2.6+

    In den neuesten Versionen wurde das Energiemanagement für alle Rollen verbessert. Besonders der ROUTER-Modus ist nun deutlich stromsparender als in alten Versionen, dennoch bleibt die Empfehlung, Infrastruktur-Rollen nicht unnötig in Bodennähe einzusetzen.

    Möchtest du, dass ich dir helfe, die passende Rolle für ein spezifisches Hardware-Setup (z.B. Heltec oder T-Beam) auszuwählen?

    In der Version 2.7.x von Meshtastic (die sich aktuell in der aktiven Entwicklung/Alpha-Phase befindet oder gerade als Release-Candidate ausgerollt wird) gibt es keine grundlegende Revolution der Rollen-Namen, aber signifikante Optimierungen unter der Haube, die das Verhalten der Rollen beeinflussen.

    Hier sind die wichtigsten Änderungen und der Fokus der Version 2.7.x im Vergleich zu 2.5/2.6:

    1. Fokus auf „Airtime-Awareness“ (Smarte Rollen)

    In 2.7.x wurde der Algorithmus für die Rollen-Priorisierung weiter verfeinert. Das Ziel ist es, „Mesh-Kollisionen“ noch effektiver zu verhindern.

    • CLIENT & CLIENT_BASE: In 2.7.x erkennt der Client noch besser, wenn ein ROUTER in der Nähe ist, und hält sich bei der Weiterleitung (Rebroadcasting) noch etwas stärker zurück. Das spart Batterie beim Handgerät und lässt der Infrastruktur den Vortritt.
    • Verbesserte ROUTER_LATE Logik: Diese Rolle wurde in 2.7.x weiter stabilisiert. Sie fungiert nun noch zuverlässiger als „Lückenfüller“. Wenn das Mesh merkt, dass ein Paket nicht bestätigt wurde, springt der ROUTER_LATE präziser ein, ohne das Zeitfenster für normale Clients zu stören.
    2. Dynamisches Power-Management für alle Rollen

    Eine große Neuerung in der 2.7-Serie ist die Einführung von feiner abgestuften Schlafmodi, die je nach Rolle variieren:

    • TRACKER (v2.7): Der Tracker-Modus ist in 2.7.x noch aggressiver beim Stromsparen. Er nutzt nun optimierte „Light-Sleep“-Zyklen zwischen den GPS-Fixes, was die Akkulaufzeit bei Geräten wie dem T-Echo oder T-Beam spürbar erhöht.
    • SENSOR (v2.7): Hier wurde die Integration von Telemetrie-Daten (BME280, INA219 etc.) verbessert. Der Sende-Rhythmus der SENSOR-Rolle passt sich nun besser an die Mesh-Auslastung an.
    3. „Role-Specific Overrides“ (Konfigurations-Flexibilität)

    In der Version 2.7.x wurden die Möglichkeiten erweitert, innerhalb einer Rolle bestimmte Standardwerte zu überschreiben, ohne die Rolle komplett wechseln zu müssen.

    • Du kannst jetzt beispielsweise einem CLIENT explizit verbieten, bestimmte administrative Pakete weiterzuleiten, was ihn fast wie einen CLIENT_MUTE agieren lässt, aber mit der Möglichkeit, im Notfall dennoch ein „SOS“ zu repeaten.
    4. Wegfall / Deprecation (Vorbereitung auf v3.0)

    Mit 2.7.x bereitet das Entwickler-Team den Übergang zu größeren Architekturänderungen vor.

    • Die Rolle REPEATER wird in ihrer Bedeutung geschärft: In 2.7.x wird noch deutlicher zwischen „Sichtbarkeit im Mesh“ und „reiner Infrastruktur“ unterschieden. Es wird empfohlen, REPEATER wirklich nur noch für „dumme“ Knoten ohne jegliche Nutzerinteraktion zu verwenden.

    Fazit für dich als Nutzer der 2.7.x:

    Die Rollen-Logik bleibt für dich in der Bedienung gleich, aber die Zuverlässigkeit hat sich verbessert.

    Empfehlung für 2.7.x:

    • Bleib bei CLIENT, wenn du ein normales Funkgerät hast.
    • Nutze ROUTER_LATE für Backup-Knoten auf dem Dach, falls du bereits andere Router in der Gegend hast.
    • Nutze den neuen TRACKER-Modus, wenn du die maximale Akkulaufzeit für Positionsübertragungen herausholen willst.

  • Der Funkturm Wilsdruff – kann man den neu beleben?

    Ein Stück sächsische Rundfunkgeschichte

    Der Sender Wilsdruff, liebevoll von den Einheimischen als „Bleistift“ bezeichnet, war jahrzehntelang ein markantes Wahrzeichen in der Nähe der Kleinstadt Wilsdruff bei Dresden. Der 153 Meter hohe Rohrmast wurde in den frühen 1950er Jahren als Teil des Wiederaufbaus des Rundfunks in der DDR errichtet und diente von 1954 bis 2013 der Ausstrahlung von Mittelwellenprogrammen, zuletzt MDR Info auf 1044 kHz. Trotz seines Status als technisches Denkmal und seiner Bedeutung als Landmarke wurde der Turm am 1. August 2021 gesprengt, da der Betrieb unwirtschaftlich geworden war und kein Käufer gefunden wurde.

    Der Förderverein Funkturm Wilsdruff e. V. setzte sich intensiv für den Erhalt des Turms ein. Gegründet aus einer Mischung von Rundfunkenthusiasten, Geschichtsfreunden und Bürgern, die den Mast als Symbol der Heimat sahen, kämpfte der Verein jahrelang gegen den Abriss. Nach der Sprengung gelang es ihnen, ein etwa 10 Meter langes Stück des Mastes zu retten. Aktuell arbeitet der Verein – unter Vorsitz von Sabine Neumann – daran, dieses Stück auf der Hühndorfer Höhe als Denkmal wieder aufzustellen, um die Erinnerung an den „Bleistift“ für die Nachwelt zu bewahren. Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aktionen (z. B. Sondereditionen von Räucherkerzen oder Wein) und kooperiert eng mit der Stadt Wilsdruff. Wer Interesse hat, kann den Verein unter www.funkturm-wilsdruff.de unterstützen oder Kontakt aufnehmen.

    Der Funkturm mag physisch größtenteils verschwunden sein, doch durch das Engagement des Fördervereins lebt seine Geschichte weiter – ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in Sachsen!

    Technische Details des Sendemastes Wilsdruff

    Hier die wichtigsten technischen Spezifikationen:

    • Höhe: 153 Meter
    • Konstruktion: Selbststrahlender, gegen Erde isolierter Stahlrohrmast (guyed steel tube mast)
    • Durchmesser: Ca. 1,40 Meter
    • Gewicht: Ca. 110 Tonnen
    • Befestigung: Der Mast stand auf einem großen Keramik-Fußisolator (aus den Keramischen Werken Hermsdorf), der auf einem runden Betonfundament montiert war. Dieser Isolator trug das gesamte Gewicht und isolierte den Mast elektrisch gegen Erde.
    • Abspannung: Abgespannt in zwei Ebenen:
    • In 60 Meter Höhe: Je 3 Pardunen (Stahlseile mit Paralleldrähten) in drei Richtungen (120° versetzt)
    • In 120 Meter Höhe: Ebenso je 3 Pardunen Die Abspannseile waren durch Tonnenisolatoren (Kreuzgehänge) unterteilt, um den Mast elektrisch isoliert zu halten und Störungen der Abstrahlung zu minimieren.
    • Antennenfunktion: Der Mast selbst war die Antenne (selbststrahlend). Seine Höhe entsprach exakt 0,53 Λ (ca. 53 % der Wellenlänge) bei der Hauptfrequenz 1044 kHz – optimal für eine gute Bodenwellenabstrahlung (Groundplane-Antenne).
    • Baujahr: 1953,
    • Inbetriebnahme 1954
    • Lackierung: Rot-weiß gestreift (Flugsicherungsbefeuerung oben)

    Der Mast war bis zur Sprengung 2021 ein technisches Denkmal und ein markantes Wahrzeichen. Heute erinnert ein ca. 10–14 Meter langes erhaltenes Stück (vom Förderverein gerettet) als Denkmal auf der Hühndorfer Höhe daran.

    Die Arbeit des Fördervereins Funkturm Wilsdruff e. V.

    Der Förderverein Funkturm Wilsdruff e. V. wurde 2019 gegründet, um den markanten Sendemast (den „Bleistift“) vor dem Abriss zu bewahren. Nach der Sprengung 2021 hat sich der Verein unter der Leitung von Vorsitzender Sabine Neumann und Stellvertreter David Meyer erfolgreich darauf konzentriert, die Erinnerung an das Wahrzeichen lebendig zu halten.

    Hauptprojekt: Das Denkmal auf der Hühndorfer Höhe Der Verein hat ein ca. 10 Meter langes Teilstück des Originalmastes gerettet und es nach einer Restaurierung („Verjüngungskur“) im September 2025 auf der Hühndorfer Höhe aufgestellt. Das Denkmal auf einem Betonsockel ist nun ein neues Wahrzeichen, das von Wilsdruff und der Umgebung aus sichtbar ist. Die Arbeiten umfassten Fundamentbau, Koordination mit Baufirmen, Statikern und der Stadt Wilsdruff – ein Meilenstein nach Jahren ehrenamtlichen Engagements.

    Fundraising: Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge (aktuell ca. 38 Mitglieder), Spenden und kreative Aktionen, z. B. Sondereditionen von Räucherkerzen (mit Knox, Erlöse über 1.900 € in 2024) oder Wein. Auch Teilnahmen an EDEKA-Vereinsaktionen brachten Unterstützung.

    Weitere Aktivitäten und Engagement

    • Öffentlichkeitsarbeit und Bildung: Vorträge, Präsenz in Büchern (z. B. Landkalender 2026, Wilsdruff-Malbuch), Zusammenarbeit mit Schulen (Schülerprojekte zur Bürgerbeteiligung) und Kooperation mit dem Technikverein Sender Wilsdruff (Rettung von Abstimmtechnik).
    • Nachwuchsförderung: Der Verein wirbt aktiv um junge Mitglieder, z. B. mit den „Funkturm-Kids“ – einer Gruppe engagierter Jugendlicher.
    • Veranstaltungen: Frühere Techniktreffs und Treffen mit Politikern; aktuell Fokus auf Pflege des Denkmals und jährliche Unterhaltung.

    Der Verein lebt von ehrenamtlichem Einsatz und sucht weiter Mitglieder, Sponsoren und Helfer. Wer mitmachen möchte, findet Infos auf www.funkturm-wilsdruff.de oder kann direkt Kontakt aufnehmen.

    Durch diese Arbeit bleibt der „Bleistift“ nicht nur als Erinnerung, sondern als sichtbares Symbol sächsischer Rundfunkgeschichte erhalten – ein tolles Beispiel für bürgerschaftliches Engagement!

    Was können wir dazu tun…. auch für unsere Belange

    Es ist in der Planung auf dem neu erichtetem Denkmal einen Meshtastic-Node zu errichten. Was auf Grund der geographischen Lage auch ein attraktiver Standort. Wir bitten euch um eine Unterstützung des Projektes.

    Neuigkeiten vom Projekt

    Die Bilder in freundlicher Genehmigung von www.funkturm-wilsdruff.de/

  • Über den Tellerrand geschaut: Entdecke Autarkfunk

    In einer Zeit, in der zentrale Infrastrukturen wie Stromnetze oder Internetverbindungen immer anfälliger für Ausfälle werden, gewinnen dezentrale Lösungen an Bedeutung. Heute möchten wir euch auf die Webseite von autarkfunk.eu aufmerksam machen.

    Was ist Autarkfunk?

    Autarkfunk basiert auf autonomen Kommunikationstechnologien und verbindet Menschen unabhängig von großen Providern oder zentralen Systemen. Der Fokus liegt auf Themen wie dezentralen Funknetzwerken, Katastrophenschutz und der Förderung von Funkamateuren. Gegründet von Gerd Fehre (DO1FEH), einem engagierten Funkamateur und Technik-Enthusiasten aus Coswig, bietet das Netzwerk eine Plattform für alle, die an robuster, unabhängiger Vernetzung interessiert sind.

    Zu den behandelten Themen gehören:

    • Autonome Kommunikation: Wie man Funknetze aufbaut, die ohne externe Energiequellen auskommen.
    • Dezentrale Netzwerke: Ähnlich zu unseren Mesh-Systemen, aber mit Schwerpunkt auf Radio- und Funktechnologien.
    • Community-Aktivitäten: Tägliche Treffen wie die „Rentnerrunde“ auf C4FM um 15:30 Uhr (unter dem Namen Küchenzeit YSF DE-SAXONIA), wo Erfahrungen ausgetauscht werden.
    • Praktische Anwendungen: Von Hobbyfunk bis hin zu Notfallkommunikation in Krisensituationen.

    Das Projekt passt perfekt zu unserer Vision bei Mesh Dresden: Wir bauen dezentrale Mesh-Netzwerke auf, um die digitale Unabhängigkeit zu stärken – und Autarkfunk erweitert das auf den Bereich des Funks. Es ist eine tolle Ergänzung für alle, die ihre Kommunikationsmöglichkeiten erweitern möchten.

    Wir bei Mesh Dresden freuen uns über eure Erfahrungen und Ideen, wie wir Autarkfunk in unsere Projekte integrieren können. Habt ihr schon Erfahrungen mit dezentralem Funk? Teilt sie in den Kommentaren!

    Euer Mesh Dresden Team

    Kategorien: Dezentralisierung, Kommunikation, Community
    Tags: Autarkfunk, Funknetzwerk, Dresden, Katastrophenschutz, Hobbyfunk

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